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40-Jahr-Feier im Dicken Busch

 



Dicker Busch: Bei der 40-Jahr-Feier am 28. und 29. Mai präsentieren die Bewohner auch die Ergebnisse der ,,Sozialen Stadt"


In zehn Jahren Projektarbeit im Programm ,,Soziale Stadt" wurden im Dicken Busch II vielfältige Aktivitäten geweckt, die Identifizierung mit dem Viertel gestärkt und damit ein Wir-Gefühl geschaffen. Das soll auch bei dem großen Stadtteilfest zum Ausdruck kommen, das am 28. und 29. Mai am und im Einkaufszentrum ausgerichtet wird.

Für das Fest wurde der runde Geburtstag der Einweihung des Stadtteils als Titel gewählt: ,,40 Jahre Dicker Busch". Der Stadtteilverein in Nachfolge der für die ,,Soziale Stadt" ins Leben gerufene Stadtteilwerkstatt hat die Bündelung der Beiträge für diese Festtage übernommen, die von Akteuren im Dicken Busch und von Initiativen geliefert werden. Beim vorletzten Vorbereitungstreffen unter Vorsitz von Christel Göttert
stellte der Stadtteilverein zugleich das Programm vor.

Mit Ständen, Sport, Tanz und Musik auf der Bühne, Informationsangeboten und dem Verkauf von Speisen und Getränken tragen nahezu 20 Organisationen bei. Die Parkplatzflächen an Hessenring und Liebigstraße bleiben zwei Tage lang gesperrt. Als Schirmherr wurde Bürgermeister Jo Dreiseitel gewonnen , und Thomas will als neuer Landrat will ebenfalls mitfeiern.

Am Auftakts-Freitag (28.) gestalten ab 14.30 Uhr vor allem die jüngsten Bewohner das Programm. Singend und musizierend stimmen Kinder der städtischen Kitas und des Freien Kindergartens ein, rund 35 Kinder der Büchnerschule und anschließend deren Lehrer lassen Lieder erklingen, Norman Thiel präsentiert die Trommlergruppe der Grundschule.

Die älteren Jahrgänge der Humboldtschule haben sich mit Tanz- und Sportdarbietungen sowie der Lesewerkstatt und den Lesescouts für das Fest vorbereitet. Ab 18 Uhr geht das Bühnenprogramm mit verschiedenen Bands weiter, die den Workshops des Freizeithauses entsprungen sind. So auch die Stadtteilband ,,Kira 51", eine inzwischen selbstständig gewordene Gruppe, die zum Abschluss bis gegen 22 Uhr spielt.

Eingebettet hat Stefan Wehrum von der evangelischen Kirche ,,KiDiBu" sein Kaspertheater mit dem Stück ,,Das Paket", das er zusammen mit Elke Ströher eigens inszeniert hat. Aus technischen Gründen muss dieser Beitrag im evangelischen Gemeindezentrum stattfinden.

Der Kinderschutzbund lockt mit einem Malwettbewerb, bei dem jedes Kind als ,,König vom Dicken Busch" seine Wünsche in Bildern zu Papier bringen kann.

Für den Samstag ab 14.30 Uhr haben sich die Swing Kids der Immanuel-Kant-Schule als frisch gekürte Schul-Bigband-Hessenmeister angesagt.

Dieser Tag ist zudem stark interkulturell geprägt - ein Merkmal des Stadtteils. So wird das Interkulturelle Friedensgebet verschiedene Religionen zusammenführen, Friedenshaus Barisevi und kurdische Musikgruppe sind mit Auftritten vertreten, Paul Diassy lädt auf Einladung des deutsch-senegalesischen Fördervereins Kafountine zu Percussion aus seinem Land ein. Dieser Tag klingt mit Rock und Pop der Coverband ,,Eastpark" aus. Das Buschcafé verlängert für zwei Tage seine Öffnungszeiten. Als Beschäftigungsprojekt sind die Stadtteilwerker für die Betreuung und Nachtwache eingespannt, ebenso die Taschengeld-Jobber und Spielplatz-Paten.

Für Beschäftigung und Bewegung sorgen Gewobau (Hüpfburg), Caritas (Ballonflug, Drucktechnik), Freizeithaus (Medienwerkstatt, Schminken), SV Disbu (Sportecke), DRK und Feuerwehr wollen sich mit Fahrzeugen Beteiligen. Auf kulinarischer Seite sind die türkische Frauengruppe, der serbische Verein Dunav, der Kita-Elternbeirat und die kochenden Männer um Martin Kröner vertreten. Zahlreiche Informationsangebote säumen die Festmeile.

Von städtischer Seite werden Musikanlage und Bühne beigesteuert. Angesichts der seit gut einem Jahr laufenden Vorbereitungen hoffen alle Beteiligten vor allem auf eines: gutes Wetter an diesem Wochenende. Einen kleinen Beitrag zur Finanzierung soll der Verkauf von Buttons liefern, die beim Buschfest auch in größerem Format hergestellt werden können.

Damit die Einbindung des älteren Abschnitts Dicker Busch I stärker zum Ausdruck kommt, ist im Herbst ein weiteres Fest auf den Straßen geplant, wie Göttert ankündigte.

ECHO ONLINE - 20.5.2010

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