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"Charly" Emmermacher geht jetzt in verdienten Ruhestand

 
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Die Jugendarbeit in Rüsselsheim war, als Bereichsleiter Jugendförderung im neuen Fachbereich für Jugend und Soziales, über 30 Jahre lang sein Terrain. Nun ist Karl-Martin Emmermacher, der schon seit seiner Schulzeit "Charly" gerufen wird, mit 57 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand gegangen.

Die Jugendtreffs waren sein Hauptaufgabengebiet, in einem hatte er im Dezember 1977 zunächst als Betreuer angefangen: im damaligen Jugendcafé in Haßloch, das heute das "Kleine Brauhaus" ist. In dieser Gaststätte wird nun am Freitag um 11 Uhr der Abschied offiziell gefeiert, womit sich der Kreis schließt. Emmermacher bot offene Jugendarbeit an, hatte damals mit Werner Rebenich zu tun, dem Wortführer der Besetzer im "Freien Kulturcafé", der später als Bürgermeister auch einmal eine Zeit lang interimsweise sein zuständiger Dezernent war.

Als Hans-Jürgen Birkholz Richtung Kultur wechselte, bekam Emmermacher die Abteilungsleitung Jugendförderung und baute weitere Jugendtreffs auf, zum Beispiel das Freizeithaus im Dicken Busch, das 1983 seinen Betrieb aufnahm. Zwei Jahre später kam das Kinderhaus Innenstadt hinzu. Dass dieses heute nicht mehr besteht, bucht der scheidende Stadtangestellte in seinem Rückblick als Enttäuschung ab. Generell aber findet er ein Lob für die "flexible und innovative" Jugendarbeit in Rüsselsheim, die er schließlich entscheidend mitgestaltet hat. Emmermacher hat die Konzeption für das Jugendbildungswerk mit erstellt, 1984 die Einführung von "Auszeit" in der gewaltpräventiven Jugendarbeit betrieben, 1996 war er mit zuständig für die Einrichtung der ersten Streetworker-Stelle und später auch beim Start der Ausbildungsoffensive und der Einrichtung eines Kinder- und Jugendbüros dabei.

Auch das LOS-Projekt im Dicken Busch wurde unter seiner Beteiligung durchgeführt, die aufsuchende Jugendarbeit im Berliner Viertel als Projekt eingeführt und schließlich die Kinder-Uni zusammen mit der Hochschule gestartet.

Seine Mitarbeiter, 15 fest angestellte und mehr als 30 Honorarkräfte, auch aus dem Bereich der Ferienspiele, haben ihm zum Abschied eine eigene Radiosendung auf CD erstellt. In dieser wird berichtet, dass Emmermacher mit Widerständen zu kämpfen hatte, seine Ideen aber dennoch habe durchsetzen können. Der Pensionär kontert mit einem Lob für seine Leute und spricht von einem kreativen und kollegialen Klima im Jugendbereich.


Presse:
Charly Emmermacher geht (Echo, 27.2.10)

Immer am Ball sein (Main-Spitze, 25.2.10)


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